Testbericht vom: 06.06.2016, Autor: Lisa Gubig

"Hallo Lisa, stelle dich doch unseren Lesern kurz vor ..."

Mein Name ist Lisa, ich bin 21 Jahre alt und komme aus NRW. Seit ca. 2 Jahren habe ich meinen 8 jährigen Friesen Mix Wallach Muck, den ich mit meiner Reitbeteiligung zusammen ausbilde.

Ich bin Freizeitreiterin, habe meinen Schwerpunkt jedoch auf die Dressur gelegt.

1.) Erzähle uns über deine Reitstiefel

Bisher hatte ich immer günstige Reitstiefel mit Reißverschluss, jedoch sollte es langsam was Vernünftiges werden. Vorgenommen hatte ich mir ein Modell bis zu 400€ also ging ich in einen Laden mit großer und vielfältiger Auswahl an Reitstiefeln.

Dort probierte ich etliche Modelle an und entschied mich dann nach kurzer Zeit für ein Dressurstiefel von Petrie.

An der Kasse dann der Knaller, die Stiefel waren von fast 300€ auf 100€ herunter gesetzt. Noch ein Grund mehr mich dafür zu entscheiden. Man muss dazu sagen, dass sich für mich die Stiefelsuche bisher immer sehr schwierig gestaltet hat, weil ich ziemlich kräftige Waden habe und dazu noch kurze Beine.

Die meisten Modelle sind nun mal nur für sehr schlanke Personen gemacht, sodass beim Anprobieren immer schnell Frustration herrschte.

2.) Worauf hast du beim Kauf deiner Stiefel geachtet?

Wichtig war mir beim Kauf von neuen Stiefeln, dass es dieses Mal welche ohne Reißverschluss werden. Sie sollten einen nicht zu hohen Dressurbogen haben und schlicht sein. Strass Steine, Lack und Nieten sind nun mal nicht so meins.

Dazu kommt noch, dass die Stiefel, wie ich finde, trotz meines Wadenumfangs nicht zu klobig oder groß aussehen.

3.) Bilder des Reitstiefels:

4.) Wie waren deine ersten Erfahrungen mit den neuen Reitstiefeln?

Leider gibt es, wie bei fast jeden neuen Stiefeln, die für mich 3 schlimmsten Nachteile in der Anfangszeit:

  1. Das Einlaufen/reiten ist unangenehm bis schmerzhaft. Blasen und rot aufgescheuerte Stellen sind da nichts Ungewöhnliches. Ich habe mir im Laden Keile für die Verse gekauft und die Stiefel wirklich nur beim Putzen und Reiten getragen, damit keine falschen Knicke entstehen, denn dann kann es ziemlich schmerzhaft werden. Einmal ein falscher Knick, bleibt immer ein falscher Knick.
  2. Man hat die erste Zeit beim Reiten absolut kein Gefühl in den Waden/Füßen. Ständig bin ich aus den Steigbügeln gerutscht und es hat sich angefühlt, als hätte ich Betonklötze an den Beinen.
  3. Bis sich die Stiefel setzen, sprich sich Knicke im Bereich der Fußgelenke bilden, gab es ständig offene Kniekehlen. Der Schaft war in der Kniekehle am Anfang einfach so hoch, dass meine Kniekehlen aufgescheuert waren. Entweder lag es an dem Stoff meiner Reithosen oder an falschen Bewegungen, aber nach den ersten Malen auf dem Pferd war auch das vorbei.

5.) Wie kombinierst du deine Reitstiefel modisch?

Am liebsten trage ich dunkle Reithosen in den Farben Schwarz oder Blau zu meinen Stiefeln und dazu ein auffälliges Oberteil in hellen Farben. Reitstiefel lassen einen meiner Meinung nach einfach immer schicker aussehen.

6.) Wie viel Geld sollte man ausgeben?

Es gibt so viele verschiedene Marken und genauso viele Modelle haben diese Marken auch zu den unterschiedlichsten Preisen. Meiner Meinung nach, ist ein Reitstiefel für 600€ nicht unbedingt besser als einer für 200€, dennoch sollte man auf Qualität achten. Ich bin froh, dass ich ein für mich passendes Modell gefunden habe und kann jedem diese Reitstiefelmarke nur empfehlen.

Einzelbewertung:

# Aspekt Schulnote (1-6)
1 Material 1
2 Verarbeitung 1
3 Einlaufen 5
4 Preis/Leistung 1
5 Pflege-Möglichkeit 1
6 Tauglichkeit Stalltätigkeiten 5
7 Tauglichkeit Freizeitreiten 2
8 Tauglichkeit Turniere 1
Gesamtbewertung: 2,12

8.) Lisas Fazit:

Passende und vor allem qualitativ hochwertige Reitstiefel müssen nicht immer Unmengen kosten. Wichtig ist, dass man sich in einem Geschäft gut beraten lässt, denn dort können die genauen Maße der Waden ermittelt werden und vor allem kann man viele verschiedene Modelle anprobieren.

Nicht jeder Stiefel sieht an einem selbst gut aus und vor allem nicht jeder Stiefel passt an jedes Bein!

Man sollte sich eventuell schon vor dem Gang in ein Geschäft Gedanken darüber machen welches Modell in Frage kommt, dazu kann man sich im Internet vielleicht schon ein wenig schlau machen welche Modelle es überhaupt gibt.

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